Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes

1) Das massive Banksterben in den USA geht mit Wucht weiter. An diesem Wochenende wurden gleich neun Institute zwangsgeschlossen. (Letztes Wochenende waren es sieben)

Die betroffenen Banken hatten Vermögenswerte von insgesamt 18,4 Milliarden Dollar und Einlagen von 15,4 Milliarden Dollar. Damit stieg die Zahl der Bankenpleiten in den USA seit Jahresbeginn auf 115. Alleine die gestern geschlossene California National Bank hatte in Kalifornien landesweit 68 Filialen. Hier ein Link zu MMNews mit einem entsprechenden Artikel dazu klick.

Eine fortlaufende Übersicht aller US-Banken die seit Oktober 2000! pleite gegangen sind gibt es hier klick.

Eine interessante Begründung für die regelmäßige Schließung diverser Banken zum Wochenende hat übrigens unlängst die zuständige Behörde in den USA geliefert. Ich zitiere frei aus dem Gedächtnis: “Wir sind personell unterbesetzt und wir können nur eine gewisse Anzahl von Schließungen parallel betreiben, deshalb verteilen sich die Schließungen.”  Mit anderen Worten. Es müssten eigentlich viel mehr Banken bereits geschlossen worden sein. Kommt aber noch.

Hier noch was zum lachen klick.

2) In Wien haben seit dem 21.10. Studenten bereits sehr entschlossen gegen das Bildungssystem protestiert. Am 28. und 29.10. wurden einige Universitäten besetzt und teilweise sehr große Demonstrationen veranstaltet.

 

Noch mehr zum Thema bei Schall und Rauch klick.

Auch hier zeigt sich deutlich wie wenig wir es mit einer reinen Finanzkrise zu tun haben. Das System als solches gerät immer mehr ins schwanken. Überall und in allen Bereichen. Gut so!

3) Vertreterinnen und Vertreter kirchlicher Verbände hatten in der Lutherstadt Wittenberg unter dem Motto "Kirche der Befreiung sein" getagt. (Wenn die Kirche eine Kirche der Befreiung sein will – stellt sich bei mir allerdings automatisch die Frage, was sie wohl aktuell noch ist. Aber das ist eine andere Geschichte und zu dieser Antwort werden wir im Laufe der Zeit noch kommen.) Aber ich will nicht meckern sondern von positiven Signalen berichten.

Gestern nun, einen Tag vorm Reformationstag (Luthers 95 Thesen) haben Vertreter dieser Gruppierung 9,5 Thesen in Frankfurt an die Kirchentür genagelt. Unter anderem stellen sie das Zinssystem in Frage und plädieren für ein System ohne eingebauten Wachstumszwang. Mehr Infos dazu hier klick.

Ich möchte hier ganz bewusst nicht auf die Thesen der Kirchengruppierung oder auf die Belange der Studenten als solche eingehen. Denn die vor uns liegende Entwicklung wird unvorstellbar mehr verändern als All das, was wir aus der jetzigen Perspektive auch nur erahnen können. Dennoch  – alles in allem drei Signale die stellvertretend für eine gewaltige spürbare Veränderung stehen. Eine Veränderung die nicht irgendwann in der Zukunft sondern JETZT geschieht.

Allen Lesern ein schönes Wochenende

12 Antworten zu “9 Bankenschliessungen in den USA, Universitätsbesetzung in Wien und 9,5 Thesen zum Reformationstag”
  1. Kruxdie13 sagt:

    Danke für den Link zu dem Witz. Musste sofort auflachen, als ich die Überschrift las.

    Von Österreich habe ich gestern bei Schall und Rauch gelesen, sonst nirgend…

  2. Nexus sagt:

    Wir sind umgeben von Normopathen:

    Was ist ein Normopath?

    Jemand, der sich immer nach den Normen der anderen richtet und sein eigenes Wesen verkennt, weil er etwas Besonderes werden will. In diesem Wunsch, etwas Besonderes zu werden, sondert er sich ab von dem, was seiner Natur entspricht. Er muss sich immer an den anderen orientieren, von denen er sich abgrenzen muss. Dann wird die Norm der anderen zu seinem Maß und das ist das Mittelmaß. Wer etwas Besonderes werden will, verurteilt sich damit selbst zur Mittelmäßigkeit.

    Frei aus rundschau.co.at (2007?)

  3. Fried Fertig sagt:

    “Die Carry-Trade Monsterblase”

    Die perversen Spielchen gehen in ihre entscheidende Phase. Wie schön die FED mit uns spielen kann und willige Helfershelfer findet, sieht man hier recht gut erläutert.

    http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:roubinis-warnung-die-fed-sorgt-fuer-eine-neue-monsterblase/50032096.html

    Die lockere Geldpolitik hat eine gefährliche Dynamik losgetreten: Anleger können mit dem Dollar zum Minuszins in Risikoanlagen investieren – bis diese Carry-Trades zusammenbrechen.
    von Nouriel Roubini

  4.  
Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen. Anmelden »

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits