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Persönliche und globale Katastrophen – Beten, Bitten oder besser DANKEN?

BenutzerBeitrag

23:04
4. März 2010


Fried Fertig

Moderator

Beiträge 272

Beitrag 22:15 – 4. März 2010 bearbeitet von Fried Fertig


Dieser Beitrag richtet sich an alle Menschen, egal welchem Glauben sie angehören.

Da es weder einen Gottesbeweis noch einen Gegenbeweis gibt, sind letztlich auch Agnostiker und Atheisten religiös. Wenn auch die "Rückbindung" dort manchmal im "Nichts" enden mag. ;-)

Bei vielem was passiert, aktuell bei den stark zunehmenden Naturkatastrophen (Erdbeben und Vulkanausbrüche werden uns aus meiner Sicht ganz sicher noch verstärkt und lange begleiten), oder auch bei persönlichen Sorgen und Nöten vor Arbeitsplatz- Partner- oder anderem -Verlust, wird gerne von verschiedenen "Glaubenseinrichtungen" die Macht des Gebetes angesprochen. Ich bin auch in manchem Forum unterwegs, in denen sich unter anderem viele recht fundamentalistische Christen aufhalten.

Deren Aufforderungen, für manche gegenwärtige aber auch künftige Opfer verschiedener Naturkatastrophen oder sich selbst zu beten, am besten noch den Rosenkranz, hat mich zu folgender Klarstellung aus meiner Sicht bewegt. Vielleicht ist dies eine gute Diskussionsgrundlage auch hier.

Denn klar hilft beten, als Form von bitten. Aber deutlich hilfreicher wäre das danken!

Das ist eine der größten Verfehlungen ALLER Weltreligionen, die die Menschen hier (vorsätzlich oder zumindest fahrlässig) "falsch geschult" haben.

EXKURS ZUM RICHTIGEN BETEN, BITTEN UND DANKEN

Wenn ich für etwas bete, was aber letztlich nicht zu verhindern ist, weil es wichtig für meine Umgebung (Heilung der Erde) oder mich (Schulung des Ego) ist, dann helfen mir auch hundert andere, die für mich beten, dabei wenig. Vielleicht erreichen sie aber, das die "guten Geister", Energien, was auch immer man sich darunter vorstellen mag, meiner Intuition einen deutlicheren Schub geben mich rechtzeitig von einem gefährlichen Ort zu entfernen bzw. einen anderen Weg einzuschlagen. Eben auf das Höhere Selbst, welches diese Schwingungen wahrnimmt, zu hören.

Nehmen wir hier einen, sinngemäß verkürzten, Auszug aus der Bergpredigt:

"Wahrlich, ich sage euch: Wer zu dem Berge da spricht: Hebe dich weg und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er ausspricht, geschieht, dem wird es zuteil werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr betet und bittet – glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch zuteil werden."

Da wir in dieser Zuversicht eben davon ausgehen können, dies, so es uns dienlich ist, bereits empfangen zu haben, ist die deutlichste Form dieses im Äther hervorzuheben und dem Ausdruck zu verleihen das DANKEN dafür. DAS DANKEN IM VORAUS!

Das Bitten dagegen ist eine reine Wunschvorstellung, oft mit dem EGO verbunden und selbst wenn uneigennützig, so doch aus einer höheren Ebene heraus eben oft nicht für das eigene Fortkommen wesentlich. Auch wenn man das im ersten Moment nicht zu erkennen vermag. Das Beten und Bitten ist quasi die "Holschuld", wir müssen es erst verdienen. Das Danken dagegen bringt die göttliche Ebene auf die Basis einer "Bringschuld". Eine stärkere Bemühung alles göttlich-menschenmögliche zu tun um unserem Willen, so er es verdient, gerecht zu werden wird die Folge sein.

Denkt doch mal nach. Wem würdet Ihr eher helfen, wenn Ihr die Macht dazu habt? Hier ganz irdisch gesehen. Einem Kumpel, der immer nur zum Feiern da ist und ständig was will aber wenig gibt, oder einem Freund, der Euch sogar schon dafür dankt, auch wenn ihr noch nichts für ihn getan habt? Der die Dankbarkeit sogar aufrecht erhält, weil ihr nichts für ihn tun konntet? Wobei solchen Menschen Gott, der große Geist, wie auch immer man "es" nennen mag, sicher auch schon beim reinen Bitten gerne behilflich ist…

…Ist es nicht so, dass die falsche Vorstellung von Gott und dem "Bittet so wird Euch gegeben" erst den ganzen Atheismus, Materialismus, die Lieblosigkeit, mit in die Welt gebracht hat? Aus falscher Vorstellung, Wahrnehmung und enttäuschter Prägung wurden erst die Menschen "gezüchtet" die sich mehr und mehr getrennt sehen vom "Göttlichen". Die den Teufel in den Religionen und dem Wirken der Menschen erkennen als Konterpart zu den streng religiösen Menschen, die den Teufel in den materialistischen "Ungläubigen" sehen, obgleich letztlich nahezu alle materialistisch und alle ungläubig sind?

Letztlich gibt es weder Schuld noch schuldet irgend jemand jemandem irgendetwas. Es gibt nur Ursache und Wirkung. Und die Wirkung wird beim richtigen Danken eine ungleich höhere sein wie bei "richtigen" Bitten.

Man sagt nicht umsonst: "Undank ist der Welten Lohn". Nicht "Unbitt".

Könnt Ihr mir folgen? Wenn nicht habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt, oder unsere jahrhundertelange Prägung verhindert dies. Es wäre aber schön, wenn Ihr darüber nachdenkt.

Alles ist Suggestion, auch Illusion, aber die schaffen wir uns selbst. Mir ist es auch scheißegal das meine Nachbarn, so ich denn mal in einer Kirche bin, das "Vater Unser" wider aller Lebenserfahrung in falscher Übertragung und Übersetzung nachplappern. Es bleibt ein frommer Wunsch, eine wirklich unsinnige Bitte, nicht in Versuchung geführt zu werden. Täglich werden wir hundertfach in Versuchung geführt. Der Mittelteil, wie er korrekt formuliert wäre (mit dem geistig gesprochenen "Danke" im Anschluss) lautet :

"Und führe uns IN der Versuchung UND erlöse uns von dem Bösen"

Nur 2 geänderte Worte mit gewaltig veränderter Bedeutung.

P.S: An die Kritiker der hier geänderten Doktrin und die Verfechter des toten geschriebenen Wortes: Bitte keinen Streit anfangen, weil ich Bibel- und andere -Texte mit Vernunft auslege und dafür auch meine Quellen habe. Ihr mögt anderen folgen ohne deren Quellen zu kennen, bei bestem Willen und meiner jahrzehntelangen Suche sind diese aber kaum in einen logischen Kontext bringen.

Mit Verlaub, den Rosenkranz kann man im Übrigen auch sehr gut verwenden, um vielfach zu danken statt zu beten! Man braucht auch weder Hilfsmittel noch irgendwelche Gebetshäuser um Wirkung zu erzielen. Eigentlich sind wir Gott, aber derzeit spielen wir nur Gott, ohne göttlich zu sein.

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit!

Alles, wirklich alles Liebe
Fried Fertig

P.P.S. Ich sehe beim Nachbearbeiten, dies war Beitrag Nummer 1555. Eine schöne Schnapszahl, aber nicht nur das. Die Quersumme 16 ergibt die "Menschenzahl" 7, die unseren Planeten im Besonderen begleitet. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Aber mir gefällt es. ;-)

"Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, jedoch bereit dafür zu sterben, dass sie geäußert werden darf." Voltaire

23:18
14. März 2010


Fried Fertig

Moderator

Beiträge 272

Ich habe eine nette Ergänzung zu diesem Thema gefunden. Man darf ja uneins über die Authentizität den Autors sein Cool aber mir gefällt es gut.

Die Aussage und die energetische Richtung ist die Richtige. Nach Vorne und ohne Zweifel!


Wir haben uns zusammengefunden am heutigen Tag
Wir geben uns die Liebe und die Kraft am heutigen Tag

Wir sehen uns durch das Licht und die Dunkelheit

Wir stellen uns in die Mitte unseres Seins

Wir sind Frieden

Wir geben uns die Hand Tag für Tag

Wir stehen auf an jedem Morgen

Wir stellen uns der Aufgabe, die vor uns liegt

Wir leben in Freud und Leid

Wir sind Frieden

Wir haben die Kraft, die uns trägt

Wir führen die Kinder der Zeit

Wir leben unseren Traum

Wir sind umhüllt von der Schöpferkraft

Wir sind Frieden

Wir helfen uns in der Not

Wir sind bereit für das Kommende

Wir geben uns Mut und Geborgenheit

Wir stellen uns der Gegenwart

Wir sind Frieden

Die Zeit des Neuen ist angekommen

Die Lebenden sind auferstanden

Die Gebenden werden wachsen

Die Flut der Freude und des Friedens strömt durch unsere Herzen

Wir lassen uns durch die Liebe unseres Vaters beschenken

Der Friede ist in uns

Im Namen des Vaters, des Sohnes, der Mutter, und des Heiligen Geistes

"Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, jedoch bereit dafür zu sterben, dass sie geäußert werden darf." Voltaire

14:03
6. März 2010


DerAufDenTruemmernTanz

Einsteiger

Beiträge 47

Danke Fried Fertig,

du sprichst hier etwas essenziell wichtiges an.

Kleine pragmatische Ergänzung dazu:

Wenn man bittet vermittelt man dem Unterbewussten

indirekt, das das Erbittete nicht da ist, was dann zur Folge hat, dass dieses

Gefühl des Mangels morphogenetisch verarbeitet wird.

Wenn man Dankt (oder mit Dankbarkeit im Herzen Bittet) wird

das Gefühl der Fülle morphogenetisch ausgestrahlt. –> Die Folgen kann 

jeder für sich selbst ausprobieren!! Laugh

Viel Freude

DerAufDenTruemmernTanzt

07:35
6. März 2010


Kruxdie13

Alter Hase

Beiträge 522

Danke, FF! Absolut richtig. Ich habe das auch schon oft gedacht, dass zu wenig gedankt wird (selbstredend meine ich natürlich echten Dank). Und empfinde es als wichtig. Ich für mich selbst versuche das zwar umzusetzen, aber vergesse es wohl ab und an. Und Dankbarkeit auch für die kleinen Dinge.

Das Vater Unser bete ich schon jahrelang in der korrekten Form. Tja, da waren wohl gewisse Geister erfolgreich tätig. Ich glaube, ich las einmal irgendwo das Wort "Paulinismus" für diese Verbiegungen in der Schrift. Im Thomasevangelium, glaube ich, heißt es "Liebe Deinen Nächsten als Dich selbst".

Genau Anna, "führend Beistand geben". Ist auch meine Zielvorstellung.

Möge die Liebe mit Euch sein!

suum cuique

02:39
6. März 2010


Anna Schindler

Alter Hase

Beiträge 569

Danke FF für diesen wichtigen Beitrag aus dem Nichts!

sehr schlüssig, unterschreibe ich natürlich voll.

@ quittatun

auch deine Gedanken dazu sind eine wichtige Ergänzung. Danke! 

Das Visualisieren und daran festhalten ist immens wichtig!

Die richtige "Herzensbildung", für die in erster Linie Eltern (natürlich nicht nur) verantwortlich sind, erzeugt den Klebstoff für das Vorhandensein jenes Urvertrauens, dass den Sturmangriffen unbedachter EGO´s, so oder so, erst paroli bieten wird können.

Wahre Herzensbildung bedarf keines Dogmas! Egal welchem. 

Sie agiert aus sich selbst heraus und steht über Allem.

Jene Mütter und Väter, die das in den Rucksack ihrer Kinder mit einpacken, werden diesen von vornherein automatisch eine andere Sicht auf die Welt ermöglichen. Dafür müßten sie allerdings in der Lage sein, ihren eigenen "Machtanspruch" zu transformieren und lediglich führend Beistand zu geben.

Anleihen dafür findet man in allen sogenannten Weltreligionen und Strömungen.

Sie unterscheiden sich in der Quintessenz durch NICHTS.

Stürzt die künstlichen, weltlichen Hierarchien und Muster und öffnet euch für das "Ganze", wenn ihr Herzen bildet, egal welche.

Und nehmt Verantwortung wahr!

meint, nur  mal kurz so Stellung nehmend….

mit dankenden Grüßen!

Anna

00:39
6. März 2010


qittatun

Einsteiger

Beiträge 71

Schöner Artikel, Friedfertiger, und wahre Worte. Das Danken ist so selten geworden, das echte Dankbarsein, nicht dieses höflich dahingesagte Danke (wobei die Höflichkeit eine nicht geringe Rolle für die Entwicklung der Tugenden spielt). Mit Entwicklung der Anspruchsgesellschaft, die von allem übersättigt ist und nicht mehr wirklich dazu fähig ist/sein will, Dank zu zeigen, ist das von Herzen kommende Danken rückläufig geworden, es ist einfach nicht mehr "in". Wir fordern lieber – auch von unseren Göttern – indem wir um dies und jenes bitten.

Dabei wird die Kraft des Visualisierens unterschätzt. Visualisiere und danke für das Kommende. Das Danken für etwas Künftiges, das eintreten wird, erfordert jedoch ein nicht unerhebliches Maß an Glaube in die Fähigkeiten (ob eigene oder fremde) und den Willen, bei dieser Vorstellung zu bleiben. Wie oft hört man: Ich bin da skeptisch; ich weiß nicht; ob das zu schaffen ist; etc. ? Danken und zugleich zweifeln funktioniert nicht. Man muss schon mit dem Herzen dabei sein. Dieses Urvertrauen in die guten Geister, die doch immer um uns sind, haben viele verloren.

Das Vaterunser… ich kannte jemanden, der die betreffende Zeile "Und führe uns nicht in Versuchung…"  immer lautstark übertönte mit "Und führe uns IN DER Versuchung" – womit er sicherlich richtiger lag. Dies aber nur am Rande.

VG qittatun



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