Eigentlich keine "breaking news", da schon länger bekannt, aber dann verschiebt es halt:
Apophis, vorläufige Bezeichnung 2004 MN4, ist ein erdnaher Asteroid (Planetoid) des Aten-Typs. Er wird nach dem Berechnungsstand von 2009 die Erde am Freitag, den 13. April 2029 in einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern passieren.
Der Asteroid wurde am 19. Juni 2004 von Roy Tucker, David J. Tholen und Fabrizio Bernardi im Rahmen des durch die NASA-finanzierten University of Hawaii Asteroid Survey durch das Kitt-Peak-Nationalobservatorium (Arizona) entdeckt. Er ist ein Erdbahnkreuzer, weswegen er nach dem namensgebenden Asteroiden Aten als Aten-Typ klassifiziert wurde. Seinen Namen verdankt der Planetoid Apophis, dem Widersacher des Sonnengottes Ra aus der ägyptischen Mythologie.
Apophis bewegt sich in einem Abstand von 0,746 (Perihel) bis 1,098 (Aphel) Astronomischen Einheiten in 323 Tagen und 12 Stunden um die Sonne. Die Bahnexzentrizität beträgt somit 0,191. Seine Bahn ist mit 3,331 Grad nur gering gegen die Ekliptik geneigt. Er rotiert einmal in 30 Stunden und 37 Minuten um seine Achse.
Erdbegegnung
Apophis wird die Erde am Freitag, dem 13. April 2029 in 30.000 Kilometer Entfernung passieren[1] (andere Angaben lauten auf etwa 6.000 bis 10.000 Kilometer). Zwischenzeitlich wurde die Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid an diesem Tag die Erde treffen und dabei massive regionale Verwüstungen verursachen würde, mit 2,7 Prozent angegeben.
Apophis ist das erste Objekt, das eine höhere Gefahreneinschätzung als Stufe 1 (mehrere Tage sogar Stufe 4) auf der Turiner Skala erreichte. Inzwischen besitzt er nur noch eine Bewertung von 0. Auf der Palermo-Skala erreichte die Risikobewertung des Einschlags für kurze Zeit den Wert 1,80.
Die große Erdannäherung im Jahre 2029 wird die Sonnenumlaufbahn des Asteroiden erheblich verändern. Apophis wird vom Aten-Typ zu einem Asteroiden vom Apollo-Typ werden, das heißt, der größte Teil seiner Umlaufbahn befindet sich dann außerhalb der Erdbahn. Ebenfalls könnte sich seine Eigenrotation verändern.[2] Die Bahnberechnungen in der Folge sind mit größeren Fehlern behaftet. Insbesondere kann noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass Apophis ein sogenanntes „Gravitations-Schlüsselloch“ durchquert, welches dann zu einem späteren Einschlag auf der Erde führen könnte. Wissenschaftler gingen bisher davon aus, dass dieses mit 0,0022 Prozent[3] Wahrscheinlichkeit passieren könnte. Neuere Berechnungen ergeben jetzt nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 0,0004 Prozent.[4] Durch zukünftige Beobachtungen wird die Berechnung für die Annäherung im Jahr 2029 weiter präzisiert werden.
Die Berechnungen zur Wahrscheinlichkeit eines Einschlags von Apophis auf der Erde setzen eine sehr hohe Genauigkeit der Ephemeriden voraus.
Fragmentierung bei Erdbegegnung [Bearbeiten]
Für eine Fragmentierung bei der Erdbegegnung 2029, das heißt eine Aufsplitterung von Apophis in mehrere kleinere Objekte, gelten die gleichen Überlegungen wie für die Zerlegung eines Mondes durch Gezeitenkräfte, wenn er sich einem Zentralköper zu stark nähert (siehe Roche-Grenze).
Mögliche Folgen eines Einschlags [Bearbeiten]
Nach Schätzungen der NASA würde Apophis im Falle eines Einschlags eine Energie von 510 Megatonnen TNT freisetzen.[3] Zum Vergleich: Die größte von Menschen verursachte Nuklearexplosion (durch die Zar-Bombe) entsprach 50 Megatonnen TNT. Die über Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von etwa 0,015 Megatonnen. Beim Tunguska-Ereignis 1908 wurde nach Schätzungen eine Energie von 10 bis 20 Megatonnen TNT freigesetzt. Die Energiefreisetzung eines Erdbebens der Stärke 8,0 entspricht etwa 1000 Megatonnen TNT.
Mögliche Einschlagsgebiete nach NASA-Berechnungen
Die genauen Folgen eines Einschlags würden von der Zusammensetzung des Asteroiden sowie dem Ort und Winkel des Einschlags abhängen. Bei einem Einschlag auf dem Festland würden zwar regional massive Schäden entstehen; jedoch könnte bereits eine Entfernung von etwa 250 Kilometer vom Einschlagpunkt ausreichend sein, um eine sehr hohe Überlebenswahrscheinlichkeit zu erreichen. Bei einem Einschlag auf Wasser bestünde eine großräumige Gefahr massiver Tsunamis, die beim Einschlagort eine Höhe von mehr als 100 Metern erreichen dürften. Diese würden sich im weiteren Verlauf verringern und an der Küste noch eine Höhe von 30 Metern erreichen.
Langfristige globale Auswirkungen sind im Falle eines Einschlags von Apophis ausgeschlossen, da der Durchmesser des Asteroiden mit 270 Metern zu klein ist. Für langfristige globale Auswirkungen müsste er mindestens 1500 Meter betragen.
faule Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/%…..29_Apophis
(es gibt zig andere Berichte darüber)
Apophis, vorläufige Bezeichnung
2004 MN4, ist ein
erdnaher Asteroid (Planetoid) des
Aten-Typs. Er wird nach dem Berechnungsstand von 2009 die
Erde am Freitag, den 13. April 2029 in einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern passieren.
Entdeckung [Bearbeiten]
Der Asteroid wurde am 19. Juni 2004 von Roy Tucker, David J. Tholen und Fabrizio Bernardi im Rahmen des durch die NASA-finanzierten University of Hawaii Asteroid Survey durch das Kitt-Peak-Nationalobservatorium (Arizona) entdeckt. Er ist ein Erdbahnkreuzer, weswegen er nach dem namensgebenden Asteroiden Aten als Aten-Typ klassifiziert wurde. Seinen Namen verdankt der Planetoid Apophis, dem Widersacher des Sonnengottes Ra aus der ägyptischen Mythologie.
Apophis bewegt sich in einem Abstand von 0,746 (Perihel) bis 1,098 (Aphel) Astronomischen Einheiten in 323 Tagen und 12 Stunden um die Sonne. Die Bahnexzentrizität beträgt somit 0,191. Seine Bahn ist mit 3,331 Grad nur gering gegen die Ekliptik geneigt. Er rotiert einmal in 30 Stunden und 37 Minuten um seine Achse.
Erdbegegnung [Bearbeiten]
Apophis wird die Erde am Freitag, dem 13. April 2029 in 30.000 Kilometer Entfernung passieren[1] (andere Angaben lauten auf etwa 6.000 bis 10.000 Kilometer). Zwischenzeitlich wurde die Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid an diesem Tag die Erde treffen und dabei massive regionale Verwüstungen verursachen würde, mit 2,7 Prozent angegeben.
Apophis ist das erste Objekt, das eine höhere Gefahreneinschätzung als Stufe 1 (mehrere Tage sogar Stufe 4) auf der Turiner Skala erreichte. Inzwischen besitzt er nur noch eine Bewertung von 0. Auf der Palermo-Skala erreichte die Risikobewertung des Einschlags für kurze Zeit den Wert 1,80.
Die große Erdannäherung im Jahre 2029 wird die Sonnenumlaufbahn des Asteroiden erheblich verändern. Apophis wird vom Aten-Typ zu einem Asteroiden vom Apollo-Typ werden, das heißt, der größte Teil seiner Umlaufbahn befindet sich dann außerhalb der Erdbahn. Ebenfalls könnte sich seine Eigenrotation verändern.[2] Die Bahnberechnungen in der Folge sind mit größeren Fehlern behaftet. Insbesondere kann noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass Apophis ein sogenanntes „Gravitations-Schlüsselloch“ durchquert, welches dann zu einem späteren Einschlag auf der Erde führen könnte. Wissenschaftler gingen bisher davon aus, dass dieses mit 0,0022 Prozent[3] Wahrscheinlichkeit passieren könnte. Neuere Berechnungen ergeben jetzt nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 0,0004 Prozent.[4] Durch zukünftige Beobachtungen wird die Berechnung für die Annäherung im Jahr 2029 weiter präzisiert werden.
Die Berechnungen zur Wahrscheinlichkeit eines Einschlags von Apophis auf der Erde setzen eine sehr hohe Genauigkeit der Ephemeriden voraus.
Fragmentierung bei Erdbegegnung [Bearbeiten]
Für eine Fragmentierung bei der Erdbegegnung 2029, das heißt eine Aufsplitterung von Apophis in mehrere kleinere Objekte, gelten die gleichen Überlegungen wie für die Zerlegung eines Mondes durch Gezeitenkräfte, wenn er sich einem Zentralköper zu stark nähert (siehe Roche-Grenze).
Mögliche Folgen eines Einschlags [Bearbeiten]
Nach Schätzungen der NASA würde Apophis im Falle eines Einschlags eine Energie von 510 Megatonnen TNT freisetzen.[3] Zum Vergleich: Die größte von Menschen verursachte Nuklearexplosion (durch die Zar-Bombe) entsprach 50 Megatonnen TNT. Die über Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von etwa 0,015 Megatonnen. Beim Tunguska-Ereignis 1908 wurde nach Schätzungen eine Energie von 10 bis 20 Megatonnen TNT freigesetzt. Die Energiefreisetzung eines Erdbebens der Stärke 8,0 entspricht etwa 1000 Megatonnen TNT.

Mögliche Einschlagsgebiete nach NASA-Berechnungen
Die genauen Folgen eines Einschlags würden von der Zusammensetzung des Asteroiden sowie dem Ort und Winkel des Einschlags abhängen. Bei einem Einschlag auf dem Festland würden zwar regional massive Schäden entstehen; jedoch könnte bereits eine Entfernung von etwa 250 Kilometer vom Einschlagpunkt ausreichend sein, um eine sehr hohe Überlebenswahrscheinlichkeit zu erreichen. Bei einem Einschlag auf Wasser bestünde eine großräumige Gefahr massiver Tsunamis, die beim Einschlagort eine Höhe von mehr als 100 Metern erreichen dürften. Diese würden sich im weiteren Verlauf verringern und an der Küste noch eine Höhe von 30 Metern erreichen.
Langfristige globale Auswirkungen sind im Falle eines Einschlags von Apophis ausgeschlossen, da der Durchmesser des Asteroiden mit 270 Metern zu klein ist. Für langfristige globale Auswirkungen müsste er mindestens 1500 Meter betragen.